Große Hitze
}

06.23.2026

So schützen wir Tiere vor lebensgefährlichen Temperaturen

Die Sommer werden immer heißer. Während wir Menschen uns mit Schatten, Getränken oder klimatisierten Räumen helfen können, sind viele Tiere auf unsere Unterstützung angewiesen. Hohe Temperaturen können bei Haustieren, Wildtieren und Insekten schnell zu einer ernsthaften Gefahr werden. Bereits wenige Stunden ohne ausreichend Wasser oder Schutz vor der Sonne können schwere gesundheitliche Folgen haben.

Als Tierfreunde können wir mit einfachen Maßnahmen dazu beitragen, Leben zu retten und unnötiges Leid zu verhindern.

Hunde niemals im Auto zurücklassen

Jedes Jahr kommt es zu tragischen Fällen, weil Hunde bei warmem Wetter im Auto zurückgelassen werden. Viele Tierhalter unterschätzen, wie schnell sich ein Fahrzeug aufheizt. Schon bei Außentemperaturen von 20 bis 25 Grad Celsius können im Fahrzeuginneren innerhalb kurzer Zeit Temperaturen von weit über 40 Grad erreicht werden. Bei noch höheren Außentemperaturen wird das Auto zur tödlichen Falle.

Ein leicht geöffnetes Fenster oder ein Parkplatz im Schatten bieten keinen ausreichenden Schutz. Die Sonne wandert weiter, und die Temperatur im Fahrzeug steigt innerhalb weniger Minuten drastisch an.

Hunde können ihre Körpertemperatur nur eingeschränkt regulieren. Sie schwitzen nicht wie Menschen, sondern geben Wärme hauptsächlich durch Hecheln ab. In einem überhitzten Auto reicht dies nicht aus. Die Folge kann ein Hitzschlag sein – ein lebensbedrohlicher Notfall, der innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen kann.

Deshalb gilt: Hunde niemals im Auto zurücklassen – auch nicht „nur für fünf Minuten“.

Spaziergänge an die Temperaturen anpassen

Auch außerhalb des Autos kann die Hitze für Hunde gefährlich werden. Spaziergänge sollten in die frühen Morgenstunden oder auf den späten Abend verlegt werden. Die Mittagshitze ist möglichst zu vermeiden.

Besondere Vorsicht ist auf Asphalt, Pflastersteinen und anderen aufgeheizten Flächen geboten. Diese können sich so stark erhitzen, dass sie die empfindlichen Pfoten verletzen. Ein einfacher Test hilft: Kann die Hand nicht mehrere Sekunden auf dem Boden gehalten werden, ist dieser auch für Hundepfoten zu heiß.

Frisches Trinkwasser sollte bei Ausflügen immer mitgeführt werden.

Wasser für Wildtiere und Vögel bereitstellen

Hitze und Trockenheit erschweren vielen Wildtieren die Suche nach Wasser. Natürliche Wasserstellen trocknen aus oder sind nur schwer erreichbar.

Wer einen Garten, Balkon oder eine Terrasse besitzt, kann helfen, indem er flache Wasserschalen aufstellt. Besonders Vögel sind für jede Trink- und Bademöglichkeit dankbar. Regelmäßig gereinigte Wasserstellen helfen ihnen, ihren Flüssigkeitshaushalt aufrechtzuerhalten und ihr Gefieder zu pflegen.

Die Schalen sollten möglichst an ruhigen, schattigen Orten stehen und täglich mit frischem Wasser befüllt werden.

Bienen, Hummeln und andere Insekten brauchen unsere Hilfe

Auch Insekten leiden unter langen Hitze- und Trockenperioden. Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele andere Arten benötigen Wasser, um zu überleben und ihre wichtige Aufgabe in der Natur zu erfüllen.

Eine einfache Wasserschale kann hier bereits helfen. Wichtig ist jedoch, dass die Tiere nicht ertrinken können. Kleine Steine, Kiesel oder Korkstücke dienen als sichere Landeplätze. So können die Insekten Wasser aufnehmen, ohne ins Wasser zu fallen.

Bereits eine kleine Insektentränke auf dem Balkon oder im Garten kann einen wertvollen Beitrag leisten.

Anzeichen einer Überhitzung erkennen

Tiere können uns nicht sagen, wenn es ihnen zu heiß wird. Deshalb ist es wichtig, Warnsignale rechtzeitig zu erkennen.

Mögliche Anzeichen einer Überhitzung sind:

  • Starkes oder ungewöhnlich heftiges Hecheln
  • Erhöhte Atemfrequenz
  • Unruhe oder auffällige Nervosität
  • Schwäche und Erschöpfung
  • Taumeln oder Gleichgewichtsstörungen
  • Erbrechen oder Durchfall
  • Dunkelrote Schleimhäute
  • Bewusstlosigkeit

Tritt eines oder mehrere dieser Symptome auf, muss das Tier sofort an einen kühlen Ort gebracht und tierärztlich versorgt werden.

Jeder kann helfen

Oft sind es kleine Gesten, die einen großen Unterschied machen. Eine Schale mit frischem Wasser, ein schattiger Rückzugsort oder die Aufmerksamkeit gegenüber einem Tier in Not können Leben retten.

Bitte achten Sie in den heißen Sommermonaten besonders auf Tiere in Ihrer Umgebung. Sprechen Sie auch andere Tierhalter freundlich auf die Gefahren großer Hitze an und informieren Sie Familie, Freunde und Nachbarn.

Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Haustiere, Wildtiere, Vögel und Insekten sicher durch die heißen Tage kommen.

Unser Appell

  • Lassen Sie niemals einen Hund im Auto zurück.
  • Stellen Sie Wasser für Vögel, Wildtiere und Insekten bereit.
  • Vermeiden Sie Aktivitäten mit Tieren während der Mittagshitze.
  • Sorgen Sie jederzeit für Schatten und ausreichend Trinkwasser.
  • Schauen Sie nicht weg, wenn ein Tier offensichtlich unter der Hitze leidet.

Hitze ist nicht nur unangenehm – sie kann für Tiere lebensgefährlich sein. Helfen wir gemeinsam, Leben zu schützen. 🐾🐝🐦💧☀️

Letzte Beiträge

Zwei Nächte. Zehn gerettete Leben.

Zwei Nächte voller Geduld, Hoffnung und harter Arbeit liegen hinter uns. Jeder Einsatz kostet Zeit, Kraft und Nerven – aber jeder einzelne gerettete Vierbeiner zeigt uns, warum wir weitermachen. Dieses Mal konnten wir 10 Katzen sichern: 7 Kitten 3 erwachsene Katzen...

read more

Die dunkle Seite des Tierschutz

Tägliche Erfahrung im Tierschutz. Eine Katze der es schlecht geht wird gepostet, unzählige Menschen regen sich darüber auf, beschimpfen sich gegenseitig, insbesondere den Urheber des Posts und wissen alles, aber auch wirklich alles besser. Aber keiner fährt hin und...

read more

Wenn der Tierschutz verstummt

Die meisten Menschen gehen ganz selbstverständlich davon aus, dass Hilfe kommt. Dass jemand ans Telefon geht. Dass ein verletzter Hund versorgt wird. Dass ein ausgesetztes Kaninchen nicht sich selbst überlassen bleibt. Dass ein krankes Katzenbaby aufgenommen wird....

read more
Folge Uns auf